Stimmen zum neuen Konzept

Die Prolight + Sound 2016 hatte es in vielerlei Hinsicht in sich. Mit neuem Konzept sollte das Profil der Fachmesse in Frankfurt geschärft werden. Die einzelnen Stimmen und Statements zu der Leitmesse für Veranstaltungstechnik in Frankfurt sind sehr unterschiedlich und zeigen eines sehr klar: Die Veranstalter der Messe haben es nicht leicht, da die Ansprüche und Erwartungen der Aussteller teils stark voneinander abweichen.

Wie schon seit letztem Jahr bekannt und berichtet, gab es dieses Jahr einige signifikante Veränderungen bei der Prolight + Sound. Doch wo und wie fanden die Änderungen statt? Wer die Prolight + Sound wie ich schon seit Jahren besucht, wird feststellen, dass inhaltlich mehr oder weniger alles beim Alten geblieben ist. Dennoch gab es ein neues Konzept, das  – so wie ich es verstanden habe – in erster Linie die Profis, Hersteller und Vertriebe der Veranstaltungsszene ansprechen soll.

Zahlen, Daten, Fakten …

Bevor ich auf das neue Konzept eingehe, möchte ich erst auf die aktuellen Zahlen und Fakten der Messe eingehen. Laut Pressemeldung haben dieses Jahr rund 45.000 Besucher aus 121 Ländern die Prolight + Sound besucht – was einen Anstieg von knapp 2.000 Besuchern im Vergleich zum Vorjahr bedeuten würde. Auch die Anzahl der Aussteller hat sich leicht erhöht – heuer präsentierten sich 940 Austeller auf 85.000 Bruttoquadratmetern aus 47 Ländern. In 2015 präsentierten sich zwischen 920 und 928 Aussteller aus 41 Ländern.

Christie präsentierte Displays und Projektoren auf der Prolight + Sound 2016
Christie präsentierte Displays und Projektoren auf der Prolight + Sound 2016

Für die internationalen Besucher hat die Prolight + Sound ihre Angebote zur Weiterbildung und Fachqualifikation ausgebaut. Ein Seminarprogramm mit über 70 Vorträgen hochkarätiger Referenten vermittelte sowohl Basis- als auch Expertenwissen zu technologischen Trends, fortschrittlichem Event-Management sowie Sicherheitsfragen in der Veranstaltungsindustrie.

Mit dem neuen „Future Talents Day“ am Messedienstag bot die Prolight + Sound erstmals ein zielgerichtetes Programm für Studenten, Berufsschüler und Azubis im Event-Bereich. Branchenneulinge konnten sich über Karriereszenarien in der Veranstaltungsindustrie informieren, an Match-Making-Angeboten teilnehmen sowie spezielle Workshops und Vorträge besuchen.

Neues Konzept und Auswirkung

Kommen wir nun zum neuen Konzept: Mit die auffälligste Änderung war wohl die zeitweise Entkopplung der Prolight + Sound von der Musikmesse. Auch wenn es viele Berührungspunkte zwischen den beiden Veranstaltungen gibt, laufen die Interessen je nach Produktportfolio und Dienstleistung auseinander. Dies spiegelt sich auch weiter unten in den Statements der einzelnen Aussteller wieder. Während in den vergangenen Jahren beide Messen zeitgleich stattfanden, teilten sie sich dieses Jahr nur noch zwei gemeinsame Tage. Die Prolight + Sound hat schon dienstags begonnen und endete am darauf folgenden Freitag, während die Musikmesse erst am Donnerstag begann und dafür bis Sonntag Besucher anlockte.

Die Halle 3.1 gilt als das heimliche Schmuckstück der Prolight + Sound
Die Halle 3.1 gilt als das heimliche Schmuckstück der Prolight + Sound

Gerade für Hersteller bzw. Aussteller bestimmter Produktgruppen wie z. B. Mikrofone ist die Trennung der beiden Messen von größerem Nachteil. Denn sowohl Musiker als auch Rentalcompanies oder sonstiger Branchenprofis benötigen in der Regel Mikros für ihre Arbeit.

Ebenfalls sehr auffällig war die neue Hallenbelegung: Die Prolight + Sound ist nämlich vom West- ins Ostgelände der Messe umgezogen. Das neue Zuhause der Prolight + Sound sind somit die ehemaligen Musikmesse-Hallen 3.0, 3.1, 4.0, 4.1 sowie die Halle 5.0. Während insbesondere die Halle 3 sehr positiv bewertet wurde, gab es für die anderen Hallen eher kritischere Stimmen seitens der Aussteller. Erwähnt wurden hier insbesondere in Halle 4 die niedrigere Deckenhöhe und die Stützpfeiler die mitten durch die Stände verliefen.

Einer der für mich positivsten Aspekte lag darin, dass sich mit der neuen Hallenbelegung die Fußwege deutlich reduzierten. Wenn ich an die vergangenen Messen denke und die strammen Märsche von Halle 8 nach Halle 11, schmerzen mir noch heute die Füße.

Eine der etwas kleineren Änderungen waren die täglichen Öffnungszeiten. Dieses Jahr öffnete die Messe eine Stunde später um 10 Uhr, ging dafür aber auch bis 19 Uhr. Hier waren sich viele einig: 10 Uhr morgens ist top, 19 Uhr abends hingegen eher ein f… nicht so gut 😉 Hier sprechen sich einige Aussteller übrigens dafür aus, die Messe wie früher um 18 Uhr zu beenden. Ich für meinen Teil sehe das nicht so eng, da egal ob 18 oder 19 Uhr das Messegeschehen bis in die Nacht auf Standpartys oder sonstigen individuellen Events fortgesetzt wird.

Strukturierter könnte es hingegen bei der Hallenbelegung zugehen. Aussteller mit ähnlichem Produktportfolio wurden teils in verschiedenen Hallen untergebracht, was ein direktes Vergleichen von Neuheiten etwas schwerer machte. Wobei ich hier fairerweise anmerken muss, dass dies nicht nur dieses Jahr so war.

Fazit

Das neue Konzept der Prolight + Sound wurde trotz einiger Kritik (siehe auch Kommentare der Aussteller unten) eher positiv denn negativ angenommen. Wie ich im Gespräch mit den Vertretern der Messe schon erfahren habe sehen sie diese Anmerkungen als Chance, die Prozesse rund um die Prolight + Sound weiterhin zu optimieren. Für mich als Pressevertreter und meiner Arbeit gab es dieses Jahr überwiegend positive Aspekte, was es den Support seitens der Messe und Informationsbereitstellung anbelangte.

Und jetzt bist du gefragt: Was fandst du gut? Was schlecht? Falls du die Messe besucht hast oder aus welchen Gründen auch immer es nicht geschafft hast vorbeizuschauen, würde mich deine Meinung interessieren und bitte dich darum unten und/oder auf unseren Social Media Kanälen Facebook und Twitter einen Kommentar zu hinterlassen.

Die Statements der Aussteller

Adam Hall, Alexander Pietschmann

Adam Hall

Alexander Pietschmann, CEO Adam Hall Group

Das neue Prolight + Sound-Konzept geht auf und hat in den ersten Messetagen zu einer Steigerung der Besucherqualität geführt.

Die Anzahl der internationalen Besucher war gut, die Anzahl der Besucher aus dem Handel leider nur zufriedenstellend.

Die neue Halle 3 hatte einen interessanten Ausstellermix und bietet ein angenehmes Arbeitsklima.

 

 

 

 

 

AD Systems, Sven Haferkamp

AD-Systems

Interview mit Sven Haferkamp, Geschäftsführer AD-Systems

Markus Beug-Rapp – On Axis: Welche Erwartungen hattest du an die Prolight + Sound 2016?

Sven Haferkamp – AD-Systems: Die Erwartungshaltung an die Prolight + Sound lag wie im Vorjahr darin eine vernünftige Netzwerkveranstaltung zu haben. Es ist ja schon seit Jahren nicht mehr so, dass du von den Kunden einfach gefunden wirst. Es geht mehr ums Netzwerken. Und diese Erwartung wurde erfüllt. Natürlich gab es vor der Messe gemischte Gefühle wegen der Konzeptänderung seitens der Prolight + Sound. Denn Neuerungen bergen ja auch immer ein gewisses Risiko. Aber alles in allem lief es gut.

Markus – On Axis: Stichwort „Messekonzept“: Wie war für dich die Trennung der Prolight + Sound von der Musikmesse?

Sven – AD-Systems: Die Trennung von der Musikmesse hat uns nicht weiter betroffen, da wir auf Grund unseres Produktportfolios nie mit der MI-Branche verknüpft waren. Deshalb haben wir auch nicht auf die klassischen Endkunden gewartet. Die Trennung als solche empfand ich als entzerrend; das soll heißen: die Verschiebung des gemeinsamen Zeitraums Donnerstag und Freitag war sehr positiv, da wir in der Vergangenheit unseren Besucherpeak immer mittwochs und donnerstags hatten. Das was wir also in bisher zwei Tagen erledigt haben, hat sich dieses Jahr auf drei Tage verteilt. Daher hatten wir für unsere Besucher auch mehr Zeit. Der Messestress der vergangenen Jahre, war dieses Jahr auch nicht so ausgeprägt.

Markus – On Axis: Ganz allgemein: Ging das neue Konzept deines Erachtens auf?

Sven – AD-Systems: Naja: Wenn ich mir den Umstand anschaue, wie die neue Positionierung der Live-Demo-Bühnen aussah, war das für ProAudio eher ungünstig. Hier standen die Bühnen zu nah an den Hallen was harte Reflexionsflächen mit sich brachte. Und wenn man sich die Leistungsdaten einiger vorgeführter Systeme in Bezug auf die Reichweite anschaut dann ist das schwierig.

Markus – On Axis: Wie war der Support der Messebetreiber vor Ort?

Sven – AD-Systems: Der war konstant gut. Was ich als sehr angenehm empfand, war dass der Messesupport Tage vor Ablauf der gegebenen Deadlines sich meldete und freundlich auf alle möglichen Eventualitäten hingewiesen hat. Also so Dinge, wie dass die Wasser- oder Stromversorgung am Stand noch bestellt werden muss. Das war aber auch schon in den letzten Jahren gewohnt gut. Ansonsten benötigte ich vor Ort nichts mehr, was nicht schon vereinbart wurde. An der Stelle also keine Kritik.

Markus – On Axis: Kannst du etwas zum Konzept eures Messeauftritts sagen?

Sven – AD-Systems: Man braucht ja immer irgendein Highlight. Obwohl wir die Prolight + Sound als Netzwerkveranstaltung sehen, haben wir das Thema Systemelektronik forciert. Ansonsten gab es keine Besonderheiten. Zum Stand selbst gibt es nicht viel zu sagen da wir es eher überschaubar gehalten und uns daher für ein offenes Standkonzept entschieden haben.

Markus – On Axis: Welche Neuheiten hattet ihr am Stand?

Sven – AD-Systems: Wir hatten neue Systemelektronikbausteine dabei. Da ging es um  eine DSP-Lösung von uns: klassisch vier Eingänge, vier Ausgänge, Dante-Netzwerk. Mit diesen Schnittstellen und Anschlussmöglichkeiten ist alles an Bord, was man sowohl im Festinstallations- als auch im Touring-Bereich braucht. Zudem haben wir eine Systemendstufe mit der selben DSP-Engine, aber mit 4 x 1.500 Watt Leistung und einem speziellen Panel für Touring-Anwendungen vorgestellt.

Markus – On Axis: Hast du ein besonderes Messehighlight oder besondere Innovationen entdeckt?

Sven – AD-Systems: Nein. Also die Revolutionen im Tonbereich bleiben an sich aus. Du findest natürlich immer wieder Produkte in einer neuen Verpackung oder Bereiche woran gerade gefeilt wird – z. B. Abstrahlverhalten, maximaler Pegel oder auch Mechanik. Die genannten Punkte bieten nach wie vor Potenzial verbessert zu werden. Also nach dem Motto, dass die Produkte für den Anwender noch einfacher, noch schneller, noch praktikabler werden. Aber weder im Ton- noch im Lichtbereich habe ich jetzt irgendwelche massiven Revolutionen gesehen. LED ist zwar schick – aber ähnlich dem PC-Bereich – verdoppelt sich hier alle zwei, drei Jahre die Leistung und das war es im Großen und Ganzen auch schon.

Markus – On Axis: Ein paar abschließende Worte?

Sven – AD-Systems: Es zeichnet sich klar ab, dass es heutzutage immer weniger ums Produkt geht sondern immer mehr um das sogenannte Gesamtpaket. Hier zählen dann auch Faktoren wie der Support der dahinter steht oder die Erreichbarkeit. Für unsere Kunden ist es z. B. wichtig, dass deren Feedback in die Produktentwicklung mit einfließt – sei es Hardware oder Setup-Modifikationen. Es entscheidet das Gesamtpaket und schon lange nicht mehr nur die schwarze Kiste.

aha-audio, Rolf Feldmann

aha-audio

Rolf Feldmann, Director aha-audio

Unser Ziel war es, auf der Prolight + Sound 2016 Zeichen zu setzen. Erstes Zeichen: es gibt mit aha-audio einen neuen ProAudio-Vertrieb in Deutschland. Zweites Zeichen: die Hersteller APG und Active audio sind wieder am deutschen Markt vertreten. Drittes Zeichen: durch ein anderes Standdesign unsere potenziellen Kunden und Partner zum Verweilen einzuladen.

Für uns ist die Prolight + Sound keine „Order Messe“, sondern ein Ort an dem sich die Branche trifft, wo man sich austauscht, wo Strategien besprochen werden, wo man Erfahrungen austauscht, neue Kontakte knüpft, Empfehlungen weitergibt, usw. – unter diesem Aspekt, können wir sagen: Alles erreicht. Die Resonanz und das Feedback unserer Besucher hat uns das deutlich bestätigt.

Mit dem Standort in der Halle 3.1 waren wir eigentlich zufrieden, jedoch sind die Wege zu Branchen-Kollegen deutlich länger geworden. Die Halle 4.1 ist aus unserer Sicht eine Zumutung. Da wir keine Produkte vertreiben, die für Musiker von direktem Interesse sind, hat uns die Trennung zur Musikmesse wenig getroffen. Es hat uns allerdings auch kein einziger Musiker besucht und sich somit auch keine Chance ergeben, ins Gespräch zu kommen. Fazit: Für die Kommunikation ist die Trennung eher kontraproduktiv.

Tenor eines Gespräches mehrerer Brands auf unserem Stand war, dass die ISE unserer Branche in naher Zukunft eine bessere Plattform bietet als die Prolight + Sound. Die Organisation der Messe zum Auf-/Abbau im Speziellen das Handling der Parksituation haben wir als desaströs empfunden.

Erstmals hat APG das neue UNILINE Compact Line Array dem deutschen Markt vorgestellt und Active audio die neue StepArray+ Range – hierbei handelt es sich um „Self-powered digitally steerable column loudspeaker“. Geplant ist eine erste Demonstration des UNILINE Compact für deutsche Interessenten während eines Festivals im Mai in München.

Alcons Audio

Alcons Audio

Carsten Albrecht

Unsere Erwartungen an die Prolight + Sound 2016 wurden in der Tat erfüllt und wir hatten eine sehr gute Messe. Für uns und viele Mitbewerber war es ein wirklicher Vorteil, beginnend bei der Entzerrung der Aufbausituation bis hin zum Fachpublikum. Darüber hinaus bot uns die Halle 3.1 eine sehr angenehmes Ambiente.

Was jedoch nochmals überdacht werden muss, ist die Messekernzeit, diese sollte von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr sein und nicht bis 19:00 Uhr. Darüber hinaus wäre ein etwas entspannterer Abbau, in unserem Falle in der 3.1 durch mehr benutzbare Aufzüge wünschenswert. Der Support seitens der Messebetreiber vor Ort war wie in den Jahren zuvor bestens.

Unser Fokus liegt in diesem Jahr auf der weltweiten Markteinführung des LR18 Mid.Size Line Array. Für das neue Line Array haben wir zudem mit Anmietung des Capitol Offenbach eine Möglichkeit für Demo und dem alljährlichen „Alcons Dinner“ geschaffen – was auch mein persönliches Messehighlight war. Ein „Special“ für neue und bestehende Kunden aus aller Welt.

Ebenfalls wurde auch unser Large Format 2 x 14“ LR28 Line Array gezeigt sowie neue Software Tools zur Remote Software.

Amptown System Company, Dierk Elwart

Amptown System Company

Dierk Elwart, Marketingleiter ASC

Amptown System Company hat auf der Prolight + Sound sein „Netzwerk“ gepflegt und natürlich auch neue Verbindungen geknüpft. Mit unseren Kunden ins Gespräch kommen war unser erstrangiges Ziel. Denn wir stellen kein Produkt aus, sondern sind Dienstleister – was zählt, ist das Team. In der Halle 4.0 am Stand B43 wurden Dynamik, Wachstum und Entwicklung von ASC als Formensprache im Raum umgesetzt.

Unter dem Motto „Cruising into the Future of Entertainment“ haben wir unseren Kunden einen unterhaltsamen Ausflug in die Welt der Medientechnik geboten. Und unsere Bilder zeigen, dass dieser Gedanke bei unseren nationalen und internationalen Fachplanern, Designern, Kommunikationsagenturen, Projektmanagern und Koordinatoren gut angekommen ist. Der Gewinn des SINUS Awards in der Kategorie Entertainment für die Installation im Two70°, der Show-Lounge auf der Anthem of the Seas, hat uns in unserer Vorgehensweise bestätigt. Wir sind sogar noch einen Schritt weiter gegangen: Mit „Entertainment“ und „Hospitality“ in Theorie und Praxis. So haben wir auf der Messe Systemlösungen vorgestellt, wie unsere Partner ihre Kunden noch stärker an Ihr Unternehmen binden können – mit passenden Inhalten und in einem einladenden Ambiente.

Ein wichtiges Thema ist das Recruiting. Wir haben im Vorfeld mit dem „Prolight + Sound“-Team diskutiert wie man den Nachwuchs fördern kann und wie man Berufsanwärter und Profis, die sich verändern wollen, wieder in eine lebendige Jobbörse bringen kann. Schön, dass die Messe diesen Gedanke aufgenommen und in verschiedene Richtungen gespielt hat. Für die Studenten der HAW Hamburg, die sich für den Studiengang Medientechnik entschieden haben, haben wir konkret einen Messerundgang organisiert und standen auch für Initiativbewerbungen vor Ort Rede und Antwort. Unsere Sales Managerin Anke Schierenbeck war mit den Studenten bei Herstellern wie SGM, ETC, Martin Professional, Barco, Absen, Coolux/Christie und GLP, wo man sich mit den Profis über technische Entwicklungen und die Anwendungsgebiete, in denen die Produkte zum Einsatz kommen, ausführlich ausgetauscht hat.

Natürlich hatte das neue Messekonzept seine Stärken und Schwächen. Für die Struktur und passenden Nachbarschaften besteht deutlicher Optimierungsbedarf, was für eine Profilschärfung dieser Halle nur von Vorteil sein kann. Das möchte ich aber nicht medial diskutieren, sondern mit dem Messeteam der Prolight + Sound. Gute Laune und einen entspannten Messeausklang gab es bei unserer täglichen Happy Hour, die prima angekommen ist und unseren Stand als Branchentreffpunkt ausgezeichnet hat. Nicht zu vergessen, der Lifetime Achievement Award für Peter Matthes im Rahmen des PIPA, sodass wir bei ASC in Frankfurt gute Gründe zum Feiern hatten.

Bosch, Jürgen Langhorst

Bosch (Electro-Voice & Dynacord)

Jürgen Langhorst, Vertriebsleiter ProSound Deutschland Bosch

Die diesjährige Prolight + Sound war wie erwartet eine gute Fachbesuchermesse. Wir konnten uns über ein sehr hohes Besucheraufkommen und reges Interesse – vor allem an den ersten drei Messetagen – freuen. Die Resonanz unserer Partner und Standbesucher auf unsere Produkte und deren Präsentation war positiv. Unser Fokus bei der diesjährigen Prolight + Sound 2016 lag auf verschiedene Applikationslösungen, bei denen sich unser Markenportfolio von Electro-Voice und Dynacord ergänzt: Von Live Sound-Einsätzen wie Bands, Entertainer oder mobile DJs bis zu Festinstallationslösungen für Kirchen, Event-Locations oder Commercial Audio Anwendungen.

Zugleich haben wir in Frankfurt den EMEA Launch unserer brandneuen ND-Series Mikrofone von Electro-Voice gefeiert. Die acht Mikrofone umfassende Produktfamilie bietet höchste Klangqualität und zeichnet sich durch eine optimierte akustische Performance, Kontrolle und Robustheit aus.

Neben dem ausgezeichneten Feedback der Fachbesucher auf unsere Produkte ist auch der Gewinn eines pipa Awards hervorzuheben. Diese Auszeichnung durch über internationale 100 Fachmagazine ging in der Kategorie „Concert Sound“ in diesem Jahr an das X-Line Advance Line-Array System von Electro-Voice.

Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Dem neuen Messekonzept stehen wir generell ambivalent gegenüber, da mit dem neuen Konzept leider auch die Potenziale und Kontakte zu Anwendern und End-Usern abhandengekommen sind. Meiner Meinung nach wird die Trennung von Musikmesse und Prolight + Sound für Besucher und auch für viele Fachbesucher nur rein administrativ verstanden und ist thematisch für viele nicht nachvollziehbar. Zugleich gefällt uns die neue Halle 3.1. sehr gut, sie ist aber nicht optimal beschildert. Auch die Zahlen für den Messefreitag sowie hinsichtlich der Öffnungszeiten müssen im Detail analysiert werden da zumindest bei uns ab 17:00 Uhr der Besucherstrom deutlich abnahm.

BroaMan & Optocore, Tine Helmle

BroaMan & Optocore

Tine Helmle, Managing Director BroaMan

Unsere Erwartungen an die Prolight + Sound 2016 betreffs einer guten Hallenaufteilung und einem professionellen Konzept wurden erfüllt. Wir finden das neue Konzept gut. An den ersten zwei Tagen waren die Besucher durchgehend aus der Branche und die Gespräche sehr professionell. Die Halle 3.1 war gut eingeteilt und sehr hell. Außerdem war die Akustik besser als im letzten Jahr. Ab dem dritten Tag gibt es als Kritik lediglich, dass die Besucher der Musikmesse „eingefallen“ sind (und sogar die Kaffeekapseln mitgenommen haben ☺).

Wir haben unseren Auftritt von BroaMan besonders an die Kunden aus dem Festinstallationsbereich und von Optocore an andere Hersteller adressiert. Außerdem hatten wir eine Carrera-Formel-Eins-Rennbahn dabei, um unsere Kunden während des Aufenthalts am Stand unterhalten zu können.

Wir haben zwei neuen Produkte vorgestellt: Eine Optocore (Glasfaser und CAT5) Einsteckkarte für die Lautsprecher Serie Linea von Fohhn und ein Gerät von BroaMan mit dem Namen Route66 Autorouter für Optocore und Digico Loops. Mein persönliches Highlght war übrigens unser neuer Route66 Autorouter. Für den haben wir gerade auf der NAB den Game Changer Award von IABM gewonnen. Zudem wurde er von Wigwam, UK für die Coldplay Tour angeschafft.

Elation, Marc Librecht

Elation

Marc Librecht, Europe Sales & Marketing Director Elation

Der Erfolg von Messen ist nicht unbedingt daran zu messen, wie viele Besucher durch die Gänge der Messehallen laufen. Wir messen Messeerfolg an der Qualität der Besucher an unserem Stand. Und nach diesem Gesichtspunkt war die Prolight + Sound 2016 ein voller Erfolg.

Die Trennung der Musikmesse von der Prolight + Sound hat die Besuchersituation etwas entzerrt. Auf der Prolight + Sound waren vielleicht weniger Besucher als voriges Jahr aber dafür war die Qualität der Besucher in Bezug auf Lichttechnik höher.

Mit unseren erstmals gezeigten 20 neuen Produkten auf der Prolight + Sound hatten wir vom ersten bis zum letzten Messetag eine durchweg hohe Besucherfrequenz auf unserem Stand.

ETC

ETC

Pressemeldung ETC

„40 Jahre, 4 Tage, 4 Stände“ – unter diesem Motto präsentierte ETC zum 40-jährigen Firmenjubiläum ihr Produktportfolio auf der diesjährigen Prolight + Sound in Frankfurt. Neben den etablierten Produkten, wie den Konsolenfamilien Eos und Cobalt oder den Scheinwerfern der Source Four LED Series 2, hielt ETC eine Reihe an Neuheiten an den vier Messeständen bereit. Für großes Aufsehen sorgten dabei besonders die neuen ColorSource-Konsolen.

Auf dem diesjährigen Branchentreff in Frankfurt widmete sich jeder der vier ETC-Stände einem anderen Produkt-Schwerpunkt. Großen Anklang fand beim Publikum vor allem der ColorSource-Stand. Hier konnten die Besucher erstmals die neuen ColorSource Konsolen aus nächster Nähe begutachten. Die ColorSource 20 und ColorSource 40 Konsolen zeichnen sich durch ihr kompaktes und schlankes Design sowie ihre hohe Nutzerfreundlichkeit aus. Die intuitive Bedienung über ein 7-Zoll-Multitouch-Display und die automatische Geräte-Identifizierung machen es auch Einsteigern leicht, eine gute Licht-Show auf die Beine zu stellen. Die neuen ColorSource AV-Konsolen besitzen zudem ein integriertes, audiovisuelles Playback, um Audioeffekte, Standbild-Projektionen und Pixeleffekten über das Pult abspielen zu können. Die ColorSource Konsolen komplettieren die Produktfamilie, die nun mit Scheinwerfern und den Leistungssteuerungssysteme ColorSource Relay und ColorSource ThruPower das gesamte Portfolio für eine professionelle LED-Beleuchtung bietet.

Eine Erweiterung gab es für die Scheinwerfer der ColorSource-Serie: Der ColorSource Par und der ColorSource Spot sind jetzt auch in einer „Deep Blue“-Version erhältlich. Mit indigofarbenen statt blauen LEDs erschaffen die neuen Modelle ein dunkleres Blau und kräftigere Magenta-Töne.

Zu den Neuheiten am zentralen Hauptstand zählten die kompakten Irideon FPZ Scheinwerfer für Architektur und Ausstellungsbeleuchtung sowie die Preview des neuen Motorized Fader Wings für die Eos-Familie. Am ETC Rigging Stand präsentierte das Unternehmen die neue Tabletop-Version der Foundation-Steuerung sowie den Fixed-Speed Motor Starter. Im Bereich der Leistungssteuerung konnten sich die Besucher über das neue EchoDIN 2x32A Relay, den Echo DMX Scene Controller sowie die EchoAccess Interface an Mobile App informieren. Der separate abgedunkelte Vortragsbereich mit einem ganztägigen Programm rundete den ETC-Messeauftritt ab.

Die Prolight + Sound 2016 war für ETC ein voller Erfolg, wie Rosi Marx, European Marketing Manager bei ETC zusammenfasst: „Wir sind mit dem Verlauf der Messe sehr zufrieden. Gerade die neuen ColorSource Konsolen waren ein wahrer Publikumsmagnet. Wir konnten mit unseren Kunden und Distributoren konstruktive Gespräche führen, aber auch das Jubiläum von ETC gebührend mit einer angemessen Torte feiern.“

Event*Integrator, Jörg Sandmann

Event*Integrator

Jörg Sandmann, Geschäftsführer Event*Integrator

Jörg Sandmann, Geschäftsführer Event*Integrator (Foto ©: ENTEC Rental)
Jörg Sandmann, Geschäftsführer Event*Integrator (Foto ©: ENTEC Rental)

Wir haben uns bei Void Acoustics in der Halle 3.1 C65 erstmalig als Gemeinschaftsstandaussteller präsentiert und qualitativ gute Gespräche geführt. Unsere Position auf der Messe haben wir verbessert. Wir bewegten uns in einem attraktiven Mitbewerberumfeld in der Hallenmitte und die Hallengestaltung war insgesamt freundlicher und offener als in der Vergangenheit. Allerdings ist die Halle 3 nach dem neuen Messekonzept für mich die Vorzeigehalle und das Herzstück der Prolight + Sound. Von den Ausstellern in den anderen Hallen waren durchaus auch kritische Töne zu hören.

Die Marke Void ist in Deutschland innovativ und angesagt. Das Void R & D Team engagiert sich stark dafür, dass es immer wieder was Neues und Interessantes vorzustellen gibt. Aktuell wurden auf der Prolight + Sound die DJ Monitor Lautsprecher Air Stream und Air Vantage in einer gemeinsamen Reihe mit den Produktbestsellern wie Air Motion und Airten vorgestellt. Erstere setzen wir gerne im Rahmen eines Dancefloor Beschallungssystems ein. Gemeinsam mit unseren Stützpunkthändlern event-corp.de, ENTEC Rental, edelmat. Veranstaltungstechnik und Starpoint Distribution arbeiten wir stets am systemischen Gedanken, dass es rund um die Gewerke Ton, Licht und Video ein attraktives Gesamtpaket für unsere Kunden gibt.

Aktuell hat Void das neue Line Array Arcline 8 für den Livesound Bereich präsentiert, das bei uns im Vertrieb in wenigen Monaten für den Verkauf zur Verfügung steht. Für anspruchsvolle Festinstallationen wurden die Bestseller um die „Product-Preview“ eines außergewöhnlich geformten Installationslautsprechers ergänzt. Das Interesse an der Studie „Air 8“ war groß und der Austausch auf der Messe führt dazu, dass Kundenwünsche in die Produktion dieser Studie einfließen werden. Void versteht sich als „Architectural Sound“ Hersteller, das heißt die Beschallungssysteme sind erstklassige Eyecatcher auf der Bühne oder in architektonischen Räumen. Das spiegelte der ästhetisch gestaltete Messestand auch optisch wider.

Zu unserer Zielgruppe gehören Rental Partner und Projektierer für Festinstallationen, die wir in Frankfurt zur den Prolight + Sound Messetagen auch gesehen haben. Darüber hinaus natürlich auch Clubbesitzer und DJs. Letztere besitzen ein wichtiges Mitspracherecht bei der Entscheidung für eine professionelle Musikanlage. Hier konnten wir feststellen, dass trotz umfangreicher Kommunikation auf unserer Seite, der Messe Frankfurt und der Medien für uns wichtige Ansprechpartner die Trennung und die neuen Öffnungszeiten nicht verinnerlicht haben und am Wochenende vor leeren Hallen standen. Wir hatten unsere Hausaufgaben gemacht. Aber wenn etwas jahrelang gut zusammengespielt hat, dauert es länger, bis man die Teilung auch in den Köpfen der Besucher etabliert hat. Die Frage erlaubt sich, ob man die Veranstaltung weiterhin zeitlich entzerren muss oder beide Seiten wieder zueinander finden?

In der persönlichen Kommunikation war das Messeteam top, hier geht auch gern ein Kompliment an das Accente Getränketeam, das stets pünktlich und zuverlässig dafür gesorgt hat, dass die Kehle gesprächssicher und feucht gehalten wurde ☺. An der Logistik nach Messeschluss muss allerdings noch gearbeitet werden, damit man als Aussteller keine unnützen Nachtstunden in der Halle verbringen muss. Hier waren die ebenerdigen Hallen klar im Vorteil.

Faital Pro, Jürgen Franzen

Faital Pro

Jürgen Franzen, Area Sales Manager Faital Pro

Ich bin mit gemischten Gefühlen zur Prolight + Sound gefahren denn immerhin hatte sich das bisherige Konzept m. E. bewährt und bedurfte keiner Reformierung. Angenehm überrascht war ich dann doch an den ersten beiden Messetagen, als ich mich überwiegend Fachbesuchern aus dem ProAudio-Lager gegenüber sah, und nicht den Besuchern, die sich von der Musikmesse zur Prolight + Sound verlaufen hatten. Insofern finde ich das Konzept gut.

Nicht so gut fand ich, dass einige meiner Kontakte und Kunden die ich früher in meiner Ausstellungshalle finden konnte, nun plötzlich in Halle 4 oder 5 untergebracht waren, was einer direkten und spontanen Kommunikation alles andere als förderlich war. Hier müsste nachgebessert werden. Auch bei der Auswahl der Halle würde ich die Lösung mit 3.1, 4.1., usw. überdenken, denn bei den doch sehr oft sperrigen und schweren Exponaten würde sich eine ebenerdige Halle (so wie früher die 8.0) eher empfehlen.

Eines unserer Ziele bestand darin bestehende Vertriebskontakte zu pflegen und zu optimieren. Hierzu konnten in zahlreichen Meetings viele Anregungen gesammelt werden. Zudem haben wir unseren 18XL1800, den wir bereits im letzten Jahr als Prototyp vorgestellt hatten und der jetzt in Serie gegangen ist, präsentiert.

Wie in den vergangenen Jahren bereits zu erkennen war, blieben die großen Innovationen leider aus. Hier erfolgt immer mehr eine Verschmelzung von ProAudio, HiFi und Consumer Electronics.

hazebase, Uta Raabe

hazebase

Uta Raabe, Inhaberin

Wir sind mit gemischten Gefühlen zu der Prolight + Sound 2016 gefahren, neues Konzept, neue Halle … Aber ich muss sagen, unsere Erwartungen sind mehr als übertroffen worden, wir hatten eine sehr erfolgreiche Messe.

Für uns steht fest, das neue Konzept der Prolight + Sound is das Beste, was uns passieren konnten. Die Trennung von der Musikmesse, die  „neuen“ Messtage Dienstag bis Freitag und die neue Hallenaufteilung waren eine gute Entscheidung. Wir freuen uns daher schon sehr auf die Prolight + Sound 2017.

Zu unseren Standhighlights gehört mit der base*prime eine neue Nebelmaschine. Hier einige technische Daten der base*prime:

  • 3 KW Nebelmaschine
  • Bedienung über 2,8inch TFT-Touch-Panel
  • 32 Bit Microprozessor
  • Firmware-Update vom Kunden durchführbar
  • Betriebsstundenzähler
  • Timer
  • Nebelmengenabgleich durch Pumpadjustment
  • 4 verschiedene Pumpenkennlinien: Impulse, Extended, Flood, Continuous
  • Dauernebeln
  • Ansteuerungsmöglichkeiten über Ethernet (ArtNet, SACN), DMX, RDM und Analog
  • Serienmäßig im Amptown Flightcase
  • Der Fluidverbrauch bei 100% beträgt ca. 300ml/min.
JB-Lighting, Stephanie Walloner

JB-Lighting

Stephanie Walloner, Leiterin Vertrieb & Marketing

Wir waren sehr gespannt auf die Auswirkungen des neuen Hallenkonzepts mit umfangreichen Änderungen. Positiv hat uns überrascht, dass die Informationen über die Änderungen seitens der Messe und der Aussteller dafür gesorgt haben, dass selbst am ersten Tag ein guter Besucherandrang verzeichnet werden konnte. Das war in der Vergangenheit bei tiefgreifenden Änderungen deutlich schlechter.

Das Hallenkonzept wurde von unseren Besuchern positiv aufgenommen und wir sind mit der Halle 3.0 sehr zufrieden. Einhellig wurde von allen Besuchern der spätere Anfang ab 10:00 Uhr positiv und die längere Öffnungszeit bis 19:00 Uhr negativ bewertet. Wir sind sehr dafür, dass die Messetage offiziell nur bis 18:00 Uhr gehen. Ein gemütliches Get-Together kann dann ganz individuell von jedem Aussteller selbst durchgeführt werden.

Auf keinen Fall ist es akzeptabel oder sinnvoll einen letzten Messetag bis 19:00 Uhr durchzuführen. Spätestens ab 17:00 herrscht bei Ausstellern und Besuchern Aufbruchsstimmung. Diesem Umstand muss die Messe Rechnung tragen.

Unser Standkonzept mit einer Lightshow bescherte uns einen wirklich enormen Besucherandrang. Wir hatten im Vergleich zu früheren Jahren mehr nationale und etwas weniger internationale Besucher sind aber unterm Strich sowohl mit der Qualität als auch der Quantität zufrieden. Die Stimmung in der Branche würden wir als gut bezeichnen und erwarten ein sehr gutes Nachmesse-Geschäft, denn unser Highlight-Produkt Varyscan P7 hat unglaublich gut eingeschlagen. Der Varyscan P7 ist als Nachfolgemodell zu aktuellen Scheinwerfern mit 700-Watt- oder 800-Watt-Entladungslampe konzipiert. Er ist mit einer LED-Lichtquelle und einer CMY-Farbmischeinheit bestückt und verfügt über eine sehr umfangreiche Effektausstattung. Die Summe aus Funktion, Design, Gewicht/Größe und Preis hat die Besucher wirklich überzeugt.

LAX Europe, Andreas Bünemann

LAX Europe

Andreas Bünemann, CEO LAX Europe

Wir sind dem neuen Messekonzept gegenüber grundsätzlich positiv gestimmt, da die Vorteile letztlich überwogen haben. Unser Plan war es auf der Messe massiv zu untermalen, dass die LAX Europa GmbH auf eigenen Beinen steht und vor allem bereits jetzt mehr in Deutschland produziert als in China.

Zusätzlich wollten wir zeigen wie weit sich LAX Europa Systeme schon verbreitet haben und sind daher zu dem Entschluss gekommen, die Distributoren selbst auf den Stand zu holen. So konnten sich alle kennen lernen und auch gleich den Kontakt zum passenden Lieferanten herstellen. Das war definitiv erfolgreich und gut so.

Zum neuen Messekonzept: hier gibt es sicherlich einiges zu verbessern und auch einiges was sehr gut war. Als Aussteller in Halle 3.1 kann ich sagen, dass wir quantitativ weit weniger Kunden hatten als in Halle 11 früher, aber dafür war es qualitativ besser, da wir fast jeden Kunden zu einem Kauf bewegen konnten oder zumindest zu einem konkreten Angebot. Vergleichen wir die Kundenbewertungen von letztem Jahr mit diesem haben wir 300 % mehr erreicht als zuvor.

Zur neuen Halle gibt es zu sagen, dass das neue Raumkonzept aus Kundensicht sicherlich aufgeht, da die Laufwege wesentlich kürzer sind und alles mehr zusammen gerückt ist. Nachteilich finde ich die Halle selbst, denn wir hatten hier ein wenig Probleme mit den Preisvorstellungen für Flugpunkte in der Halle und die Situation an den Aufzügen war auch anstrengend vor allem beim Abbau. Hierbei möchte ich festhalten, dass die Herren am Aufzug sehr zuvorkommend waren, aber hier einfach nicht alle Aufzüge zur Verfügung standen als es notwendig war.

Beispielsweise unsere Bands der Standpartys bei LAX mussten, obwohl zugesagt, abends die Treppe nutzen und ihrer Instrumente vier Stockwerke herunter tragen, da der Aufzug schlicht nicht mehr besetzt war. Das lässt sich sicher besser machen. Die Messe hatte sich grundsätzlich bemüht zu helfen, jedoch schien nicht jeder der ausführenden Kräfte lesen zu können, oder die Anweisungen umzusetzen.

Die Trennung von der Musikmesse sehen wir hier gespalten, einerseits ist es gut den Stand mit mehr potenziellen Kunden zu füllen, und mehr Zeit zu haben, da er nicht überfüllt ist, auf der anderen Seite sind aber viele Kunden der Musikmesse evtl. die Zukunft unseres Geschäfts und sollten auch die Möglichkeit haben, sich beide Messen anzuschauen. Vielleicht ist daher die Überlappung der beiden Messen eine ganz gute Lösung, aber das bleibt abzuwarten und zu beobachten.

Wichtig ist einfach nur klar zu kommunizieren von Messeseite, wann wir hauptsächlich mit Händlern sprechen und wann mit Endkunden. So lange man das klar weiß, kann man sich mit der entsprechenden Werbung darauf einstellen.

Eine kleine Anekdote gibt es da aber doch noch: Erstaunlicherweise kann ein Aussteller mit seiner Karte zwar ungescannt das Gelände verlassen, um beispielsweise neue Getränke zu holen, wird dann aber von der Messe nicht mehr rein gelassen, mit der Begründung, dass die Karte ja schon genutzt wurde.

Das finde ich sehr schwierig, weil es uns mehrfach so ergangen ist, und ich finde, dass hier die Messe dafür Sorge tragen muss, dass auch der Ausgang entsprechend organisiert ist.

Aber wie schon eingangs erwähnt überwiegen die positiven Eindrücke. Zum Beispiel kamen unsere Standpartys sehr gut an und boten den Kunden, an drei verschiedenen Tagen, drei verschiedene Musikrichtungen live über die selbe PA zu hören. Das überzeugte viele und ging daher für uns voll auf.

Ebenso war das AT210 im Außenbereich ein voller Erfolg auch wenn hier organisatorisch gar nichts funktionierte. Stichwort dbMess. Aber das hier auszuführen würde den Rahmen sprengen. Das ist mal was für einen Extrabericht.

Neue Innovationen oder Produkte entdecken wir nicht, da wir alle Hände voll zu tun hatten aber wir konnten unser Netzwerk der Zulieferer gut ausbauen und hatten Gelegenheit für viele gute Gespräche und Geschäfte.

Fazit: Unsere Messehighlights waren definitiv unsere Bands und Ihre Auftritte am Stand (Maxo and the Dudes, Stefan Briel und Tieflader). Letztlich kann man sagen, dass das neue Konzept in die richtige Richtung geht, es jedoch nicht schadet noch einen großen Sack Feintuning auszuschütten und weiter zu feilen.

Lightpower

Lightpower

Pressemeldung Lightpower

Das Lightpower Village auf der Prolight + Sound ist seit Jahren ein Garant für zahlreiche innovative Produktneuheiten. Auf über 1.400 Quadratmetern gab es auch 2016 für jeden Besucher das eine oder andere persönliche Highlight zu entdecken, unabhängig, ob er aus den Bereichen Concert Touring/Live Event, Theater oder TV/Film kam.

Herbert Marx, Vertriebsleiter Lightpower, zog ein positives Fazit der Messe: „Mit dem Umzug in die Halle 3.0 haben sich neue Möglichkeiten ergeben, uns den Besuchern zu präsentieren. Dabei ist es für uns nicht nur auf mehr Fläche hinausgelaufen sondern auch auf ein noch schlüssigeres Konzept der Darstellung. Unsere Gäste konnten sich so gezielter über unsere Produktneuheiten informieren. Unter anderem haben wir dafür die Darstellung unserer unternehmenseigenen Marke Major vollständig überarbeitet, was sehr gut angenommen wurde. Alles in allem können wir auch in diesem Jahr über die Qualität der Messegespräche und die Besucherzahl nur Gutes berichten.“

Rockgeschichte live gab es am Donnerstagabend im Lightpower Village. Die Dead Daisies mit Doug Aldrich (Whitessnake, Dio, Burning Rain), Marco Mendoza (Thin Lizzy, Whitesnake, Ted Nugent), John Corabi (Angora, Scream, Mötley Crue), Brian Tichy (Billy Idol, Ozzy Osbourne, Velvet Revolver) und David Lowy (Red Phoenix, Mink, Doc Neeson’s Angels)spielten dort ein Unplugged-Set. Bei dermaßen geballter Rock-Power blieb kein Auge trocken und auch die Reihe der Wartendenden vor der späteren Autogrammstunde wollte nicht abreißen. Abseits dieses musikalischen Highlights hatte das Lightpower Village wie gewohnt auch etliche Produktneuheiten zu bieten.

Ein Highlight war der MA Network Switch. Der Network Switch eignet sich optimal für den Einsatz in Lichtnetzwerken, weil er alle gängigen Lichtprotokolle kennt und das Management des Netzwerks auch für Anwender ohne tiefgreifende Netzwerkkenntnisse deutlich erleichtert. Über ein intuitives Webbrowser-Interface lassen sich alle Einstellungen im Netzwerk einfach vornehmen, wie zum Beispiel die virtuelle Gruppierung von Ports zur klaren Trennung verschiedener Anwendungen oder Netzwerkprotokolle voneinander. Darüber hinaus ist auch die Zuordnung von Netzwerkprotokollen zu den jeweiligen Ports (Port-Filterung) möglich. Dabei ist der MA Network Switch eine einfach zu bedienende Lösung, die auch äußerst komplexen Netzwerken gerecht wird. Er arbeitet in Festinstallationen ebenso leistungsstark wie in temporären Projekten.

Bei der dot2 Serie gab es die neue Software Version 1.2, die für große Aufmerksamkeit sorgte. Das Release bietet unter anderen anpassbare Layout Views, Multi-Patch für Fixtures inklusive dot2 3D, Zuordnung von DMX-Ports, Auto-Back-up, Effekt-Marker und verbesserte Effekte. Darüber hinaus hat MA Lighting eine Vorabversion des kommenden neuen grandMA2 Software Release 3.2 vorgestellt, die bereits für großes Interesse sorgte.

Wie in den vergangenen Jahren war auch der Stand von Clay Paky an allen Messetagen stets gut besucht. Als Weltpremiere stellte Clay Paky in Frankfurt das neue Moving Light Hepikos, eine Mischung aus Beam und Washlight und die Shar-Bar, eine LED-Bar mit sechs einzelnen klar definierten Beams, vor. Neben diesen Neuheiten war es der Scenius Profile, der viel Aufmerksamkeit bekam. Der Scenius Profile zeichnet sich durch die gleichen eindrucksvollen Weißlichtqualitäten wie die Spot-Version aus. Seine von Osram in enger Zusammenarbeit mit Clay Paky speziell für den Einsatz im Scenius entwickelte 1.400W Entladungslampe bietet eine mittlere Farbtemperatur von 6.500K, erreicht durch ihr breites Spektrum einen CRI über 90 und erzielt eine Lichtausbeute, die deutlich über der von 1.500W Leuchtmitteln liegt. Darüber hinaus verfügt der Scenius Profile über ein um +/- 45° rotierbares Blendenschiebermodul mit vier komplett schließenden Blendenschiebern.

Bei Robert Juliat standen die ZEP 660 und Dalis Serie sowie der Roxie im Mittelpunkt. Mit den LED-Profilscheinwerfern der ZEP 660 Serie, die die Eigenschaften der 600er-SX-Serie mit den Vorteilen der modernen LED-Technik vereinen, ergänzt Robert Juliat weiter sein LED-Portfolio. Wie die ZEP Fresnelscheinwerfer der ebenfalls neuen 360er Serie und der LED-Verfolger Roxie, nutzen auch die ZEP Profilscheinwerfer einen 250W LED-Chip und sind wahlweise in Warmweiß, Neutralweiß oder Kaltweiß erhältich. Als weitere Neuheit stellte Robert Juliat für die Profil- und Fresnel-Scheinwerfertypen auch einen LED-Chip mit veränderbarer Farbtemperatur vor, der voraussichtlich ab September erhältlich sein wird. Ebenfalls erweitert wurde die Robert Juliat Dalis Serie. Der bereits verfügbare Dalis 860 ist eine asymmetrische LED-Flächenleuchte, die dank ihrer patentierten Reflektoren mit einer extrem homogenen Ausleuchtung von Flächen zu begeistern weiß und über das Acht-Farb-LED-System mit RGBA, Warmweiß (2.200K), Kaltweiß (6.500K), Cyan und Royal Blue eine sehr hohe Bandbreite von satten Farben bis hin zu Pastelltönen ermöglicht. Zusätzlich stellte Robert Juliat jetzt den Dalis Wash 861SF und die Dalis 862 Fußrampe vor. Der Dalis Wash nutzt das gleiche Reflektor- und LED-System wie der Dalis 860 und ermöglicht dank seiner Bauform noch flexiblere Einsatzmöglichkeiten. Die Dalis 862 Fußrampe bietet Weißlicht mit veränderbarer Farbtemperatur und kann dank ihrer speziellen Optik für den Nah- und Fernbereich unabhängig gesteuert werden.

Auch Filmgear war im Lightpower Village mit einem eigenen Stand vertreten, der zahlreiche Besucher hatte. Ursprünglich für TV und Film entwickelt, erfüllen die Beleuchtungslösungen von Filmgear zudem die Anforderungen im Rental-Bereich wie auch im Concert Touring- und Messeeinsatz. Mit einem breiten Produktportfolio, von speziellen LED-Systemen für den professionellen Film- und Studioeinsatz bis hin zu Kunst- und Tageslichtscheinwerfern, gehört Filmgear weltweit zu den führenden Herstellern von Beleuchtungslösungen. Das in Hongkong ansässige Unternehmen wurde im Jahr 1998 gegründet und produziert heute in Guangzhou auf über 70.000 Quadratmetern mit mehr als 400 Mitarbeitern. Filmgear fertigt den überwiegenden Teil seiner Bauteile im eigenen Werk und sorgt auf diese Weise für ein hohes Maß an Flexibilität und eine gleichbleibend gute Qualität der Produkte. Alle elektronischen Komponenten werden von Filmgear selbst entwickelt, gefertigt und assembliert. Die zugelieferten Bestandteile, wie etwa die Fresnel-Linsen, sind erstklassige Markenprodukte und werden unter anderem von deutschen Lieferanten bezogen.

Bei Major gab es in diesem Jahr mit dem Major DMX-RDM Booster 1in12 wieder eine Produktneuheit. Der Major Booster 1in12 verstärkt und verteilt DMX-Signale bei voller RDM-Unterstützung. Die DMX-Signale werden dabei auf 12 via Optokoppler potentialgetrennte Ausgänge verteilt. Der Eingang ist ebenso wie der DMX-Thru-Ausgang potentialgetrennt. Drei farbige LED zeigen dem Nutzer zuverlässig anliegende Netzspannung, RDM-Aktivität und das anliegende DMX-Signal an. Auf der Front befindet sich zudem ein DMX-Termination-Schalter. Der Booster ist wahlweise in DMX/XLR 3-pol., DMX/XLR 5-pol. oder RJ45 (Neutrik-Ethercon) Ausführung lieferbar. Optional sind Mischbestückungen (DMX) möglich.

Mega Audio, Katharina Elsner

Mega Audio

Katharina Elsner, Marketing Manager Mega Audio

Die Prolight + Sound 2016 war für uns als Mega Audio GmbH dieses Jahr wie für alle ein Experiment. Die neue Hallenaufteilung brachte neue logistische Herausforderungen und die Trennung von der Musikmesse so manch weiten Weg für uns, da wir Produkte auf beiden Messen vertreten hatten.

Wir haben dieses Jahr unseren Stand enorm verkleinert und unsere Mitarbeiter auf den Ständen unserer Lieferanten direkt bei den Produkten positioniert. Dieses Konzept ist für uns sehr gut aufgegangen. Neuheiten konnten direkt gezeigt werden und die Messebesucher hatten sofort einen Ansprechpartner des deutschen Vertriebes. Besonders gelungen fanden wir auch unsere Standparty, die mit Live-Musik, Burgern und Cocktails zu einem entspannten Tagesausklang mit unseren Kunden und Freunden wurde. Alles in allem war es erneut ein positives Branchentreffen und für uns eine gelungene Veranstaltung.

Monacor International, Björn Westphal

Monacor International

Björn Westphal, Media-Referent Monacor International

Im Rahmen der diesjährigen Prolight + Sound stellte MONACOR INTERNATIONAL den Relaunch der Marke IMG STAGELINE in den Fokus.

Die Herausforderungen im Jahr 2016 waren sicherlich die veränderten Rahmenbedingungen der Messe Prolight + Sound. Die Änderung der Messetage sowie der Öffnungszeiten und die Entfernung von der Musikmesse sorgten durchaus für hohen Gesprächsbedarf bei Ausstellern und Besuchern.

INSPIRATION – MADE BY YOU AND IMG STAGELINE hieß es dagegen in Halle 3.1 der Prolight + Sound. Zum ersten Mal kamen die Fachbesucher mit der neuen Welt der Marke IMG STAGELINE in Berührung und es gab viel zu entdecken: neue Bildsprache, neue Website, verändertes Sortiment mit aufsehenerregenden Neuheiten wie dem 19-Kanal-Digital-Mischpult DMIX-20, dem LED-Beam-Moving-Head CUBE-630/LED oder den aktiven DSP-Lautsprecherboxen mit 2-Kanal-Verstärker der DRIVE-Serie. Das Feedback der internationalen Fachbesucher sowie der Fachpresse war bei so vielen Highlights, die neu entdeckt werden konnten, durchgehend positiv.

„Uns ist es gelungen ein deutliches Zeichen zu setzen…“, sagt Geschäftsführer Marco Willroth rückblickend. „Kunden und Interessenten haben verstanden, dass es hier um viel mehr geht als um eine neue Werbekampagne. Wer seinen Kunden verlässliche Bühnen- und Veranstaltungstechnik bieten will, kommt an unserem Sortiment nicht mehr vorbei. Zudem wird deutlich wahrgenommen, was wir zur Verkaufsunterstützung bieten. Im klassischen wie im digitalen Bereich.“

Sennheiser, Michael Polten

Sennheiser

Michael Polten, Produkt-Management und Marketing für das Segment „Live Performance and Music” bei Sennheiser

Zu den Sennheiser-Highlights auf der Prolight + Sound 2016 gehörte AMBEO 3D Audio, insbesondere die zukünftige Venue Modeling Software für DJs, die auf großes Besucherinteresse stieß, sowie die eindrucksvollen AMBEO 9.1-Vorführungen in einem speziellen Sound Experience Room.

Auf der Messe haben wir erstmals zwei neue digitale Mikrofone gezeigt, das MK 4 digital und das HandMic digital, das in Zusammenarbeit mit den A/D-Wandlerexperten von Apogee Electronics entstanden sind.

Natürlich haben wir in Frankfurt unsere professionellen Kopfhörer präsentiert, doch zusätzlich hatten wir noch einen ganz besonderen Kopfhörer im Gepäck: Die Messebesucher konnten sich einen Prototypen unseres neuen Kopfhörersystems HE 1 anhören, der als Nachfolger des berühmten Elektrostaten Orpheus einen unerreichten audiophilen Hörgenuss bietet.

Viele Bands und Musiker haben sich über unser Portfolio für Bühne und Recording informiert; das Sennheiser-Angebot wurde um klassische und neue Studiomikrofone von Neumann ergänzt. Die Monitorlautsprecher der Marke wurden ebenfalls im Sound Experience Room vorgeführt.

Die neue Hallenaufteilung hat uns einen sehr guten Platz am Eingang der Halle 4.1 beschert – die Mikrofonhersteller waren allerdings über zwei Messen und drei Hallen verteilt. Die Trennung von Musikmesse und Prolight + Sound ist für uns nicht zielführend, dennoch hat die Prolight + Sound unsere Erwartungen in Bezug auf Besucherzahlen und Networking erfüllt, sodass wir insgesamt auf einen erfolgreichen Messeauftritt zurückblicken können. Mein persönliches Highlight war eine große Bestellung für ein zukünftiges Drahtlossystem von Sennheiser, was das große Vertrauen in die Drahtlostechnik der Marke Sennheiser unterstreicht.

Chefredakteur von www.onaxis.de und Social Media Experte sowie Social Media Content Creator u. a. für www.videeo.eu.