Eine Kreuzfahrt die ist … multimedial

Hamburg, 21. August 2014 – Das Hamburger Systemhaus Amptown System Company (ASC) arbeitet zurzeit mit Hochdruck an der Feinabstimmung für die Inbetriebnahme der Medientechnik auf der Quantum of the Seas, die die Bauhalle der Meyer Werft in Papenburg verlassen hat und nun im Hafen vor dem Baudock weiter ausgerüstet wird.

Das neue Kreuzfahrtschiff der Reederei Royal Caribbean Cruise Ltd. (RCCL) ist mit 167.800 Bruttoraumzahl das größte jemals in Deutschland gebaute Passagierschiff und das drittgrößte in der Welt. ASC hat von der Meyer Werft den Auftrag für drei Schiffsneubauten erhalten und läutet mit den Kreuzfahrtschiffen der Marke Royal Caribbean International (RCI) für sich den nächsten Quantensprung in der Systemintegration von Entertainment Technik im Maritimen Business ein.

Die Quantum of the Seas ist 347,75 m lang und 41,4 m breit. Auf den 18 Decks ist Platz für 4.188 Passagiere. Die Fans von Kreuzfahrten dürfen sich auf ein umfangreiches und phantasievolles Unterhaltungsprogramm an Bord freuen, welches hinter den Kulissen von einem breiten Spektrum hochkomplexer ASC Medientechnik begleitet wird. ASC übernimmt für die Quantum-Serie die komplette Vernetzung der Entertainmentbereiche und rüstet die Quantum of the Seas mit moderner Audio-, Video-, Licht- und Steuerungstechnik aus. Das reibungslose Funktionieren der technischen Komponenten bildet die Voraussetzung für die kreativen und phantasievollen Show- und Unterhaltungselemente von RCI und ermöglicht neue Visualisierungen und Projektionen.

ASC Geschäftsführer Leif Witte würdigt den Auftrag für die Quantum Klasse für ASC als Beginn einer neuen Ära: „In Zusammenarbeit mit den Design- und Planungsingenieuren von RCI und unseren Einkaufs- und Technikpartnern bei der Meyer Werft durften wir die Entertainmenttechnik einer neuen Generation von Kreuzfahrtschiffen mit entwickeln. Unser Schiffsteam hat die Integration der Entertainment Technik in die Infrastruktur und Architektur der Quantum of the Seas daher so realisiert, dass die Mission der Reederei, Innovation und Unterhaltung zu einem noch nie da gewesenen Erlebnis zu vereinigen, Wirklichkeit wird. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir uns als deutscher Dienstleister innerhalb des hochkarätigen internationalen Wettbewerbs durchsetzen konnten. Die Zusammenarbeit hat unsere technische Expertise um einige wertvolle Erfahrungen bereichert.“

Ulrich Müller, ASC Firmengründer und als Geschäftsführer zuständig für das Maritime Business reflektiert die Zusammenarbeit mit RCI und der Meyer Werft: „Im Two70°, dem verglasten, mehrstöckigen Multiplex-Entertainment-Zentrum werden die Kreuzfahrtgäste auf der Quantum of the Seas tagsüber einen 270°-Panoramablick erleben. Hier kommt Vistarama zum Einsatz, was die vom Boden bis zur Decke reichenden Fenster mit Hilfe von 18 Projektoren zu einer 30 Meter breiten und über 6 Meter hohen Kulisse kombiniert. Mit Hilfe von coolux Pandoras Box und der Show Control Software Widget Designer werden die überdimensionale Projektions- und die LED-Flächen mit erstaunlichen Effekten bespielt. In der Dämmerung trägt unsere Projektions- und Steuerungstechnik dazu bei, dass der Gast vom Tag in die Nacht in einen fließenden Übergang eintaucht und dabei eine Inszenierung aufsehen erregender Bilder erlebt. Die mehrdimensionale Technologie unterstützt die Darbietungen der Live-Künstler, Sänger, Tänzer, Luftakrobaten und Musiker. Sie wird begleitet von Grafik- und Spezialeffekten und besticht durch atemberaubende Videoprojektionen, digitale Landschaften, wechselnde Erlebniswelten und erstklassigem Sound.“

„Zum ersten Mal hatten wir es auf einem Kreuzfahrtschiff mit Robotern zu tun! Das coolux System korrespondiert mit seinen Bilddaten mit der Steuerung der sechs Roboscreens, die jeweils über zwei Meter hoch und von flinken Roboterarmen bewegt werden. Die darauf kreierten Szenen, stellen sich durch Einzelbewegungen und Drehungen individuell
dar oder verschmelzen zu einem großen Bild. Die mechanische Bewegung kombiniert mit dem in Echtzeit bereitgestellten Content sorgt für eine noch intensivere Wahrnehmung und kann durchaus als kinetische Kunstform bezeichnet werden.“

„Innerhalb von ASC haben wir eine Menge Hausaufgaben gemacht und Werkstatt und Produktion in Hamburg erweitert, um allein die über 200 Technikracks sorgfältig zusammenzubauen und termingerecht auszuliefern“, ergänzt Leif Witte. „Die Quantum
Klasse hat uns daher auch in eine neue Dimension von Organisation und Logistik versetzt, die Sonderbauten für das Schwesterschiff Anthem of the Seas mit inbegriffen. In unseren Schulungsräumen wurden die Schiffstechniker mit den ausgewählten Produktkomponenten ausführlich vertraut gemacht und trainiert. Wenn die technische Erprobungsfahrt abgeschlossen ist, wartet schon die nächste Aufgabe auf uns. Während die Quantum of the Seas über die Nordsee zu ihrer Jungfernfahrt nach Cape Liberty, New Jersey aufbricht, arbeiten unsere Projektmanager und Ingenieure schon mit Hochdruck an den netzwerkbasierten Medientechnik- und Entertainment Systemen für die Anthem of the Seas, deren Übergabe an die Reederei für April 2015 geplant ist.“

Quelle: ASC