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Tutorial – Gesangsunterricht online: Singen lernen – ein Überblick

Vocal Tips – Teil 1

Singen ist die natürlichste Art zu musizieren. Je nach Anspruch ist es wichtig, die Technik dahinter zu beherrschen, damit man zum einen die richtigen Töne erzeugen kann und zum anderen effektiv, ohne heiser zu werden rocken kann. Auch wenn ein richtiger Vocalcoach durch nichts zu ersetzen ist, bieten wir euch Gesangsunterricht online an, damit ihr eure Kenntnisse vertieft bzw. einen ersten Überblick erhaltet.

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Hallo zusammen, ich bin Angie Damschen und singen ist mein Ding. Da ich schon seit langem professionell als Sängerin arbeite und auch mit meiner eigenen Gesangsschule den Nachwuchs aber auch Profis coache, finde ich, dass es Zeit wird, online auf On Axis meine Tipps zur Verfügung zu stellen.

Mein Ziel ist es, euch Gesang und der Umgang mit eurer Stimme näher zu bringen. Allerdings kann Theorie bzw. Gesangsunterricht online sehr schnell auch falsch verstanden werden, deshalb möchte ich betonen, dass dieses Tutorial nicht mit einer aktiven Arbeit zwischen euch und einem guten Vocalcoach gleichzusetzen ist. Hier bekommt ihr einen Weg aufgezeigt, der euch je nach Motivation weiter bringt. Denn das Trainieren der Stimme, das gleichzeitige Hören und Beobachten sowie Fühlen seitens des Coaches ist das Beste, was euch passieren kann. Fehler werden in der Regel gleich lokalisiert und korrigiert.

Die Technik machts

Die Atmung verbunden mit der Atemstütze, die Artikulation (jeder Buchstabe ist es Wert im Mund gefühlt und abgesungen zu werden) das Feeling und eure Resonanzräume sorgen für den Sound der Stimme. Ganz generell gilt:

  • Habt keine Hemmungen.
  • Lasst euren Emotionen freien Lauf, sodass ihr euch in verschiedene Situationen hinein fühlen könnt.
  • Seid fantasievoll, um Bilder zu erzeugen, die euch in die richtige Stimmung bringen.
  • Singt so natürlich wie möglich, da sonst die Stimme leidet.
  • Ein langweilig aussehendes Gesicht erzeugt langweilige Töne. Die Mimik ist übrigens ein wesentlicher Aspekt für den Stimmcharakter.
  • Ein kaum geöffneter Mund erzeugt in der Regel keinen guten Ton. Hierbei geht es manchmal um Nuancen: Den Kiefer einen Millimeter gelöst und der Ton kann schon ganz anders, (meist) besser klingen.
  • Je höher der Ton, desto weiter ist der Mund geöffnet. Aber bitte mit Maß; zuviel ist nur selten gut.
  • Die Vokale machen die Musik: dazu könnt ihr den Mund als Soundtrichter nutzen. Die persönliche Mundgröße für A – E – I – O – U – Ä – Ö – Ü verbunden mit einer guten Einatmung sowie Stütze und es singt sich wie von selbst :-)
  • Ein Rachenraum der nicht breit und angespannt (Gähnstellung) ist, kann den Ton – insbesondere bei hohen Notenwerten – nicht leiten. (Gaumensegel wird aufgestellt, Kiefer ist gelöst und senkt den Kehlkopf ab: dazu kommen wir noch in einer anderen Folge.)
  • Denkt bei hohen Tönen nie an Höhe, sondern singt den Ton in die Ferne. (Stellt euch vor, wie ihr jemanden ansingt, der einige Meter entfernt steht. Nutzt die Kraft der Körperspannung, der Konsonanten und bietet den Vokalen den richtigen Raum im Mund.)
  • Eine Zunge, die nicht richtig positioniert ist, versperrt den Weg des Tones nach draußen. Bei Vokalen zum Beispiel legt sich die Zunge hinter der unteren Zahnreihe locker ab.
  • Drückt die Zunge nie fest in den Zungengrund.
  • Bei vielen Schülern zieht sich die Zunge zurück sobald sie den Mund öffnen.
  • Achtet auf die Lippen: durch formen und spannen verleihen sie dem Ton den letzten Schliff.
  • Entspannungsübungen für Zunge, Gaumen, Kiefer und auch Nacken sind enorm wichtig.
  • Auch die Frage nach dem „Warmsingen“ muss eindeutig mit ja beantwortet werden.

 

Singen ist vergleichbar mit Sport. Um leistungsfähiger zu werden muss ein Sportler trainieren. Genauso verhält es sich mit dem Singen: Wir müssen unsere Töne trainieren. Und wenn wir schon beim Sport sind: joggen und schwimmen sind gute Sportarten um die Kondition zu steigern. An dieser Stelle der etwas merkwürdig klingende Tipp: singt (so gut wie möglich) während ihr Sport macht. Damit trainiert ihr nicht nur euren Körper sondern auch die Töne.

Die richtige Einstellung hilft

Singen bedeutet „Frei zu sein“. Für eine gute Darbietung müsst ihr Emotionen ausleben.

Natürlich weiß ich nicht, inwiefern ihr schon Erfahrungen sammeln konntet, was es Gesang angeht. Jedoch gibt es grundsätzliche Dinge, die euch bei EURER Art zu singen unterstützen, wie unter anderem:

 

Die zuvor genannten Punkte werde ich in den kommenden Folgen aufgreifen und euch näher bringen. All diese Faktoren lassen eure Stimme leben. Das Singen zu erlernen, bedeutet auch gleichzeitig zu erlernen sich frei zu fühlen, Hemmungen abzubauen aber auch Selbstkritik auszuüben.

Seid geduldig: Gut singen können geht leider nicht von heute auf morgen. Verliert nie den Spaß daran und haltet die Motivation aufrecht. Ganz wichtig:  Experimentiert mit eurer Stimme.

 

Letzte Änderung am Dienstag, 07 Juni 2016 17:52
Angie Damschen

Autorin On Axis

Unsere Kompetenz in Sachen Gesang und Stimme. Angie ist professionelle Sängerin für Studio und Live. Sie arbeitete u. a. mit der bekannten Größe La Toya Jackson oder coachte Breathe Atlantis sowie Flash Forward und leitet die Gesangsschule VCN – Vocal Coach Niederrhein.

Webseite: www.vocalcoach-niederrhein.de

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